Krav Maga – Selbstverteidigung

Krav Maga ist ein israelisches Selbstverteidigungssystem, welches sich anderen Kampfsportarten und Kampfkünsten bedient. Man spricht auch von einem lebenden System, das ständig perfektioniert wird. Es zeichnet sich durch hohe Effektivität aus.

Denn im Krav Maga wird auf einfache Prinzipien und intuitive Bewegungsabläufe zurückgegriffen, die auch in Stresssituationen abrufbar und unter Druck einsetzbar sind.

Somit braucht es weder große Kraft noch Körpermasse, um einen Angriff abzuwehren. Es ist leicht erlernbar, unabhängig von Alter, Vorkenntnissen oder eigenem Fitnesslevel. Spezielle Techniken, welche auf natürlichen Reflexen aufgebaut sind, sollen den Teilnehmer/innen auch bei geringem Trainingsaufwand helfen, sich gegen Angriffe zu wehren.

Krav Maga behandelt Bedrohungen und Übergriffe mit und ohne Waffen.

Die Teilnehmer/innen sollen darauf vorbereitet werden, mögliche Eskalationssituationen frühzeitig zu erkennen und entsprechend reagieren zu können.

Um sich selbst verteidigen zu können, ist Boxen essenziell. Denn 60% der Selbstverteidigung besteht darin, Konterschläge und Tritte zu geben.

Außerdem lernen die Teilnehmer/innen im Training mit den bloßen Händen (ohne Boxhandschuhe) auf die Handpratzen zu schlagen. So bekommen sie ein Gefühl dafür sich zu wehren.

Durch das Boxen wird das Auge auf schnelle Reaktionen geschult.

Sparringseinheiten sollen dazu dienen, dass Selbstverteidigung aus Angriff und Abwehr besteht und der Gegner nicht immer sofort außer Gefecht gesetzt werden kann.

Krav Maga zeichnet sich durch Realitätsnähe aus.

Um die erlernten Techniken realitätsnah anzuwenden werden im Krav Maga gestellte Szenarios, die sogenannten „Drills“ in das Training eingebaut.

Der Körper soll auch unter starker körperlicher Anstrengung als Simulation der Stressbelastung eines Übergriffs (künstliche Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin), die erlernten Techniken reflexartig anwenden können.

Deshalb werden im Krav Maga, Fitnesseinheiten zur Erschöpfung des Körpers eingebaut, um das Training realitätsnah zu gestalten und um die Reaktion der Teilnehmer/innen zu verbessern.